Verwende Schrauben von mindestens siebzig bis neunzig Millimetern Länge und verschraube durch die Türzarge in das dahinterliegende Tragholz. Vorbohren verhindert Risse, Unterlegscheiben stabilisieren Köpfe. Jeder zusätzliche Millimeter Einbindung steigert die Ausreißfestigkeit spürbar und macht schnelles Hebeln deutlich unwahrscheinlicher.
Wähle Schließbleche mit massiven Laschen, zusätzlicher Box-Struktur für den Riegelauslass und gehärtetem Stahl. Achte auf VdS anerkannte Produkte und Hinweise zu RC-Klassen nach EN 1627 ff. Entscheidend bleibt die Einbausituation: Material, Schraubenlänge, Untergrund und sorgfältige Ausrichtung.
Bei einer Mietwohnung mit älterem Rahmen scheiterte ein Einbruchversuch, weil ein verlängertes Schließblech mit langen Schrauben nachgerüstet war. Die Tür bekam Kratzer, der Rahmen hielt. Der Täter gab auf, nachdem der Hebelweg versagte und das Treppenhaus plötzlich hell wurde.
Markiere alle Bohrungen mit Schablone und Körner, klebe Oberflächen ab und kontrolliere die Tiefe mit Stopp. Spanne Werkstücke, halte Finger fern, sauge Späne laufend ab. Saubere Markierung verkürzt die Montagezeit und minimiert das Risiko von schiefen, ausfransenden Kanten deutlich.
Ausgerissene Fasern schwächen das Holz. Nutze scharfe Werkzeuge, arbeite in kleinen Zustellungen und prüfe regelmäßig die Passung. Das Schließblech muss plan aufliegen, der Riegelauslass ausreichend tief sein. Lieber nacharbeiten als quetschen, sonst entstehen Spannungen und klappernde, schlecht schließende Türen.
Zwei schwache Riegel mit kurzen Schrauben und dünnen Blechen geben oft schneller nach als ein hochwertiges System mit korrekter Einbindung. Qualität, Montage und Kraftverteilung schlagen bloße Anzahl. Prüfe Belastungspfade, verstärke die Schwachstelle und reduziere Spiel, bevor du weitere Hardware hinzufügst.
Ein smartes Schloss, das an einem wabbeligen Rahmen hängt, schützt vorwiegend das Smartphone, nicht die Tür. Zuerst Schließblech, Riegel, Bänder und Verschraubung verbessern, dann Elektronik aufsetzen. Nur so ergänzen sich Komfortfunktionen und reale Widerstandskraft sinnvoll, ohne falsches Sicherheitsgefühl zu erzeugen.
Massives Holz hält beeindruckende Kräfte aus, wenn lange Schrauben tief ins Tragholz greifen und Lasten großflächig verteilt werden. Entscheidender als Materialetiketten sind Faserrichtung, Vorbohrung und Einbindetiefe. So entsteht aus vorhandener Substanz eine robuste Barriere, die Überraschungen zuverlässig abfedert.